Lebensmittelcluster

Rund ums Ei

Das Ei besteht zum Großteil (74%) aus Wasser. Es setzt sich im Wesentlichen zusammen aus dem Eiklar (2/3 des Eies) und dem Dotter (1/3).
Bei rohen Hühnereiern beträgt die Zeitspanne vom Legen bis zum Mindesthaltbarkeitsdatum 28 Tage. Werden sie kühl gelagert, sind sie 2 bis 4 Wochen länger haltbar.

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Zusammensetzung

© birgitH / www.pixelio.de

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Oberhäutchen
Es hindert Keime daran, ins Innere des Eies zu gelangen und kann beim Waschen zerstört werden.

Eischale
Die Schale eines Hühnereis besteht hauptsächlich aus Kalk. Sie ist 0,2 bis 0,4 mm dick und
ziemlich hart. Braune Eier haben meistens eine festere Schale als weiße.



Eiklar
Beim aufgeschlagenen Ei sollte es im zähflüssigen Teil gewölbt sein – ein Zeichen für Frische. Läuft das Eiklar breit auseinander, ist das Ei schon längere Zeit gelagert.

Dotter
Der Dotter enthält neben Vitaminen und Nährstoffen reichlich Fett und prozentual sogar mehr Eiweiß als das Eiklar.
Bei einem frischen Ei ist der Dotter hoch gewölbt, bei einem alten stark abgeflacht.
Zerreißt die Dottermembran beim Aufschlagen des Eies und läuft der Dotter aus, ist das ein Zeichen für Überlagerung.

Luftkammer
Da bei der Lagerung Wasser verdunstet, vergrößert sich die Luftkammer. Ihre Größe gibt daher Aufschluss über den Frischezustand von Eiern.

Kennzeichnung

Der Aufdruck auf Eiern aus europäischen Ländern zeigt, dass sie kontrolliert wurden.

© birgitH / www.pixelio.de

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BEISPIEL:          2 – AT – 1234567
                         MHD 16. 8. 2011


1. Haltungsform

0 = Bio
1 = Freilandhaltung
2 = Bodenhaltung
3 = Käfighaltung

2. Herkunftsland

AT = Österreich
DE = Deutschland
FR = Frankreich
NL = Niederlande

3. Betriebscode

Ersten 2 Zahlen = Symbol für Bundesland
Letzten 5 Zahlen = Nummer des Legebetriebs

4. Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD)

Bedeutung für den Körper

Eier enthalten viele wichtige Nährstoffe, die der Mensch fast zu 100% verwerten kann. Sie sind besonders wichtig für Wachstum und Entwicklung.
Der Nährwert eines Eies entspricht ca. 40g fettem Fleisch oder 150g Vollmilch.
Vor allem die Eiweißstoffe des Hühnereis sind ernährungsphysiologisch sehr hochwertig.

Eiweiß (Proteine)
Ein Ei deckt den Tagesbedarf an Eiweiß eines Erwachsenen zu etwa 15 %.
Das Eiweiß ist der wichtigste Baustoff unseres Körpers, da der Körper ohne Eiweiß keine Zellen bilden könnte.
Aus 100 g Hühnerprotein können 100 g Körpereiweiß aufgebaut werden.


Mineralstoffe und Vitamine
Eier enthalten Calcium, Eisen, Phosphor, Magnesium, Kalium, Natrium, Aluminium, Kupfer, Mangan, Zink, Jod und Fluor.
Dazu kommen noch sämtliche Vitamine, wie Vitamin A und B, Beta-Karotin, D, E und K. Mit einem Ei werden etwa 26 % des empfohlenen Tagesbedarfs an Folsäure gedeckt.
Folsäure hilft beim Aufbau des Erbmaterials und bei der Zellteilung und ist wichtig für die Bildung des Farbstoffes in den roten Blutkörperchen und für das Funktionieren des Nervengewebes.
Der Eisengehalt eines Eies deckt den durchschnittlichen Tagesbedarf zu 10%.

Näheres zu diesem Thema finden sie unter: Mineralstoffe und Vitamine


Cholesterin und Fettsäuren
Cholesterin ist eine fettähnliche Substanz und wichtig für die Verdauung und die Bildung von Hormonen.
Ein großes Ei beinhaltet außerdem ca. 5 Gramm Fett, wovon 1.5 Gramm gesättigte Fette und 2.8 Gramm ungesättigte Fette sind.
Ungesättigte Fettsäuren können vom menschlichen Körper selbst nicht gebildet werden, liefern aber wichtige Bestandteile für Bauprozesse.


Lecithin
Lecithin ist ein Bestandteil von Zellwänden, der Leber, dem Gehirn, oder im Zentralnervensystem. Es verhindert die Arterienverkalkung, schützt deshalb vor Herz-Kreislauferkrankungen und unterstützt die Hirnfunktionen.  

Arten

Nahezu jedes Ei ist zum Verzehr geeignet.

Hühnerei
Das Hühnerei ist das üblichste Ei und wird gekocht, gebraten oder zusammen mit anderen Nahrungsmitteln zubereitet.
Das durchschnittliche Gewicht beträgt zwischen 50 und 70 g.
Die Farbe der Schale ist kein Qualitätsmerkmal sondern hängt von der Rasse ab.

Straußenei
Ein Straußenei hat ein Gewicht von ca. 1,3 bis 1,8 kg, was etwa 20 bis 25 Hühnereiern entspricht. Es hat einen sehr intensiven Geschmack und kann sowohl zum Kochen als auch zum Backen oder als Eierspeise verwendet werden.

© M. Großmann / www.pixelio.at

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Entenei
Enteneier sind mit einem Gewicht von etwa 60 bis 75 Gramm im Durchschnitt größer und schwerer als Hühnereier. Der Dotter ist anteilig größer und stärker gefärbt, der Geschmack ist intensiver. Enteneier werden in der Gastronomie als Delikatesse angeboten.

Da sie Salmonellen und weitere Erreger enthalten können, muss man sie mindestens 10 min kochen um Keime abzutöten.

Gänseei
Gänseeier sind besonders groß und können 3- bis 4-mal so viel wiegen wie ein Hühnerei.
Sie haben einen ähnlichen Geschmack wie Enteneier.
Durch den hohen Fettgehalt im Dotter sind die Gänseeier nicht sehr lange haltbar.
Ebenso wie Enteneier unterliegen auch Gänseeier einer Verordnung und müssen deklariert werden.

© Miroslaw / www.pixelio.de

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Wachtelei
Das Wachtelei mit seiner gesprenkelten Schale gilt als Delikatesse. Es hat ein Gewicht von ca. 10 - 12g und ist mit einer Größe von bis zu 3 cm wesentlich kleiner als ein Hühnerei.

Perlhuhnei
Perlhuhneier sind ca. halb so groß wie Hühnereier; der Geschmack wird als "delikat" bezeichnet.

Putenei
Puteneier enthalten in Vergleich zu Hühnereiern mehr Cholesterin.
In 100g sind 908 mg Cholesterin enthalten; bei Hühnereiern sind es bei derselben Menge nur  396 mg.
Sie haben außerdem einen etwas bitteren Geschmack und können beim Kochen zäh werden.

Taubenei
Ein Taubenei wiegt nur ca. 15g, der Geschmack ist dem der Hühnereier ähnlich.

Gut zu wissen!

  • Eier sollte man am besten im Kühlschrank aufbewahren.
    Niedrige Temperaturen und hohe Luftfeuchtigkeit sind günstig. Im Kühlschrank können sich auch Salmonellen weniger gut vermehren.

  • Rohe und hart gekochte Eier sind schwerer verdaulich als weich gekochte.

  • Gefärbte Eier sind durch die Farbschicht besser geschützt und daher länger haltbar.
© birgitH / www.pixelio.de

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Veranstaltungen

am 21. 05. 2012
Ort: WKO OÖ
Hessenplatz 3
4020 Linz

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