Lebensmittelcluster

Mineralstoffe

Neben organischen Nährstoffen, zu denen Kohlenhydrate, Fette und Eiweißstoffe zählen, müssen wir Menschen auch anorganische Nahrungsbestandteile zu uns nehmen, die Mineralstoffe. Der Körper kann Mineralstoffe nicht selber bilden, daher müssen wir sie mit der täglichen Nahrung aufnehmen. Mineralstoffe werden je nach Menge ihres Vorkommens im Körper, in Mengen- und Spurenelemente unterteilt und sie sind Bestandteil von Körperflüssigkeiten und Baustoff von Knochen und Zähnen.

© Lizzy Tewordt / www.pixelio.de

© Lizzy Tewordt / www.pixelio.de

Außerdem sind Mineralstoffe gegen die meisten Zubereitungsmethoden unempfindlich, das bedeutet, dass sie zum Beispiel durch Kochen nicht zerstört werden.

Mineralstoffbedarf:

Um Mangelerscheinungen vorzubeugen, wird eine bestimmte tägliche Mindestzufuhr an Mineralstoffen empfohlen. Diese Mindestzufuhr wird an dem sogenannten EU-RDA-Wert (= Recommended Daily Allowance-Wert) gemessen.
Im menschlichen Körper beträgt der Anteil an Mineralstoffen ca. 4 % des Körpergewichts. Die Mineralstoffe sind einem ständigen Stoffwechsel ausgesetzt. Der Mensch scheidet bei normaler Ernährung etwa 15-20 g Mineralstoffe aus. Um diesen Mineralstoffverlust auszugleichen, müssen sie mit der Nahrung regelmäßig aufgenommen werden.

Vorkommen:

Die bedeutsamsten Mineralstoffe in der Ernährung sind:

Mengenelemente

Calcium

Wirkung:


Mangelerscheinung:
Vorkommen:

Aufbau von Knochen und Zähnen, Durchlässigkeit der Zellwände, Herztätigkeit, Blutgerinnung
Krämpfe, brüchige Nägel
Hülsenfrüchte, Nüsse, grünes Gemüse, Milch, Milchprodukte
Chlor/
Chlorid

Wirkung:

Mangelerscheinung:

Vorkommen:

regelt den Wasserhaushalt und ist wichtig für die Bildung der Magensäure
bewirkt Störung im Säure-Basen-Haushalt, dies führt zu Muskelkrämpfen
Speisesalz

Kalium

Wirkung:

Mangelerscheinung:
Vorkommen:

wirkt wassertreibend, wichtig bei Krämpfen
Muskelschwäche, Herzrhythmusstörungen, Abführmittel führen zu Kaliummangel
Pilze, Aprikosen, Bananen, Weizenkleie, Sojamehl

Magnesium

Wirkung:

Mangelerscheinung:
Vorkommen:

gegen Stress, für Funktion von Muskulatur, Nerven und Kreislauf, Bestandteil von Enzymen
Muskelverkrampfung, Konzentrationsschwäche
Kakao, Weizenkeime, Weizenkleie, Nüsse, Gemüse, grüner Salat, Getreide, Hülsenfrüchte, Kartoffeln
Natrium

Wirkung:

Mangelerscheinung:

Vorkommen:

in Blut und Gewebsflüssigkeiten zur Regulation der Gewebespannung, Wasserhaushalt
Entwässerung des Körpers, Störungen der Nieren- und Muskelfunktion
Speisesalz
Phosphor/
Phosphat

Wirkung:
Mangelerscheinung:


Vorkommen:

Aufbau von Knochen und Zähnen
Phosphormangel ist eher selten; wichtig ist, dass Phosphor und Calcium im Körper in einem bestimmten Gleichgewicht vorhanden sind
Milch, Milchprodukte, Hülsenfrüchte

Spurenelemente

Chrom

Wirkung:

Mangelerscheinung:
Vorkommen:

verbessert die Sauerstoffversorgung der Zellen und die Immunabwehr
begünstigt Diabetes und hohen Cholesterinspiegel
Bierhefe, Porree, Nüsse, Käse
Eisen

Wirkung:


Mangelerscheinung:

Vorkommen:

wichtig für die roten Blutkörperchen, die die Zellen mit Sauerstoff versorgen, Schlacken und Kohlendioxid abtransportieren
Migräne, Antriebsschwäche, Blutarmut, Konzentrationsmangel, Müdigkeit
Bohnen, Hirse, Nüsse, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, grünes Gemüse, Leber, Fleisch
Fluorid

Wirkung:
Mangelerscheinung:

Vorkommen:

Härtung des Zahnschmelzes, Kariesverminderung
bei einer ausgewogenen Ernährung treten keine Mangelerscheinungen auf
Schwarzer Tee, Seefische, Vollkornprodukte
Kupfer

Wirkung:

Mangelerscheinung:

Vorkommen:

Bestandteil der Abwehrzellen, Aufbau des roten Blutfarbstoffs
häufige Infektionen, Karies, Blutarmut, Gelenksentzündungen
Gurken, Nüsse, Fisch, Hirse, Hülsenfrüchte, Leber, Roggen
Mangan

Wirkung:

Mangelerscheinung:
Vorkommen:

Bestandteil von Enzymen, steigert die Verwertbarkeit von Vitamin B1
mangelhafter Calciumeinbau in die Knochen
Weizenkleie, Haferflocken, Haselnüsse, Getreide, Hülsenfrüchte, Spinat, Leber
Selen

Wirkung:

Mangelerscheinung:

Vorkommen:

Bestandteil eines Enzyms, verhindert die Bildung von freien Radikalen
Bluthochdruck, vorzeitige Alterung, Infektionsanfälligkeit
Fleisch, Innereien, Fisch, Getreide, Hülsenfrüchte
Zink

Wirkung:

Mangelerscheinung:
Vorkommen:

verbessert die Insulinproduktion und Zuckerverwertung, stärkt das Abwehrsystem
Diabetes, Hautkrankheiten, brüchige Nägel
Vollkorngetreide, Milchprodukte, Rindfleisch, Leber, Erbsen

Bedeutung der Mineralstoffe für den Körper:

© Christa Nöhren / www.pixelio.de

© Christa Nöhren / www.pixelio.de

  • Baustoff: Mineralstoffe sind wichtige Bestandteile des Skeletts. Sie geben dem menschlichen Skelett die Festigkeit und bewirken so eine Stützfunktion, besonders die Mineralstoffe Calcium und Phosphat.
  • Wirkstoffe (Reglerstoffe): In gelöster Form beeinflussen Mineralstoffe lebensnotwendige physika-lische und chemische Eigenschaften der Körperflüssigkeiten. Sie sind zum Beispiel verantwortlich für den Innendruck der Zellen und somit für die Gewebespannung, besonders die Mineralstoffe Natrium und Kalium wirken als Reglerstoffe.
  • Bestandteile von organischen Verbindungen: Die Mineralstoffe Eisen, Kupfer oder Zink zum Bei-spiel sind Bestandteile von Enzymen und regeln Stoffwechselvorgänge. Andere Mineralstoffe sind Bestandteile von Hormonen und Vitaminen.

Gut zu wissen!

Für Mineralstoffe gibt es keinen Ersatz, daher müssen diese täglich mit einer ausgewogenen Nahrung aufgenommen werden.

Veranstaltungen

am 17. 02. 2012
Ort: Messe Nürnberg

Beschwerde gegen Melonen-Patent von Monsanto
>> mehr

HTL für Lebensmitteltechnologie Wels
Ihre Werbung auf der LC Website
Internet-Agentur Posimis