HygienicDesign

©LC OÖ

Die Lebensmittelwirtschaft gehört zu den bedeutendsten Wirtschaftszweigen weltweit und verfügt aufgrund gewachsener Strukturen, über eine hohe Anzahl an KMU in Österreich. Die Betriebe verfügen über wenige Kontakte zu forschenden Instituten und personelle Ressourcen für Forschungsprojekte sind häufig nicht vorhanden. Umgekehrt generieren Forschungseinrichtungen Wissen über neue Herausforderungen der Keimbelastung sowie deren effiziente Bekämpfung zur Herstellung sicherer Lebensmittel. Die Verschränkung beider Bereiche bedeutet einen Mehrwert, vor allem auch für den Konsumenten.

Hygienic Design umfasst Gestaltungsprinzipien zur Vermeidung konstruktiver Schwachstellen in den technischen Anlagen, die hygienebezogene Gefährdungen begünstigen können und immer wiederkehrenden Produktkontaminationen im Lebensmittel führen können. Hygienic Design ist langfristig eine Investition in sichere Lebensmittel und kostenmindernde Maßnahmen, denn hygienegerecht konstruierte Maschinen, Anlagen und Betriebsbauten vereinfachen und erleichtern eine erfolgreiche Reinigungsarbeit, gewährleisten längere Einsatzzeiten und erhöhen in großem Maße die Produktsicherheit. 

Grundlegendes Ziel ist es daher, die Forschungs- und Entwicklungskompetenz der UnternehmenspartnerInnen hinsichtlich Bewusstseinsbildung und Herausforderungen im Bereich hygienegerechter Produktion in österreichischen KMU der Lebensmittelwirtschaft auszubauen und zu stärken. Dazu ist die hygienegerechte Ausstattung des Produktionsstandortes, die hygienegerechte Konstruktion der Produktionsmaschinen sowie das Bewusstsein der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für Hygiene bei der Herstellung und Verpackung von Nahrungsmitteln, wichtige Faktoren. Hierbei werden im Konsortium gemeinsam unternehmensrelevante Schulungen konzipiert, die auf dem Stand der Technik sowie den individuellen Anforderungen der teilnehmenden Unternehmen basieren. Grundsätzlich wird auf ein handlungsorientiertes didaktisch-methodisches Konzept fokussiert.

Die maßgeschneiderten Fortbildungsmöglichkeiten sollen die SchulungsteilnehmerInnen dahingehend aufbauen und höherqualifizieren, dass diese die Herausforderungen entlang des Innovationsprozesses im Bereich hygienegerechter Produktion in den Unternehmen vorantreiben können. Die enge Zusammenarbeit zwischen Maschinenherstellern und den anwendenden Betrieben bietet ein Innovationspotential zur technischen Weiterentwicklung bestehender Anlagensystemen, bzw. für Ideen für produktspezifische Neuentwicklungen.

 

Projektlaufzeit:
10/2016 bis 03/2017

KonsortialführerIn:
WKOÖ, Lebensmittel-Cluster OÖ

ProjektpartnerIn: 

  • AIT Austrian Institute of Technology GmbH
  • FH Wr. Neustadt, Campus Wieselburg
  • Universität für Bodenkultur Wien
  • ecoplus GmbH - Lebensmittel Cluster Niederösterreich
  • Cimbria Heid GmbH
  • Diamant Nahrungsmittel GmbH
  • Esarom Gmbh
  • Giovanelli Hygiene und Produkt Beratung Gratzl Getränke GesmbH
  • Moser Teiglinge GmbH
  • ProPet GmbH
  • Sojarei Vollwertkost GmbH

 

Dieses Projekt wird aus dem Programm „Forschungskompetenzen für die Wirtschaft" des BMWFJ gefördert.